mein Smarthome Teil 1

In diesem Beitrag will ich einmal kurz erklären, wie das Ganze grundsätzlich funktioniert bzw. welche Komponenten (Hardware und Software) bei mir zum Einsatz kommen. Auf technische Details werde ich hier nicht eingehen. Dazu später in weiteren Beiträgen mehr.

Am Anfang gab es die Frage aller Fragen… Welches System verwende ich?

Nehme ich ein doch eher geschlossenes System wie Homematic? Hier gibt es viele verschiedene Komponenten, die sich mit einer Zentrale verwalten lassen. 
Vorteile: relativ einfach zu bedienen / es können Abläufe recht simpel programmiert werden
Nachteile: meiner Meinung nach sehr teuer / bis auf ein paar Ausnahmen ist man an die Komponenten des Herstellers gebunden

Und die Nachteile von diesem System und vergleichbaren anderen haben mich dann dazu gebracht, auf OpenSource zu gehen. Ich wollte ein System, welches nahezu frei in der Wahl der Komponenten ist. Es sollte mittels Web GUI, App und anderer Wege zu steuern sein. Und das natürlich relativ einfach… So gab es nach einiger Recherche eine engere Auswahl zwischen FHEM und OpenHAB. Schlussendlich habe ich mich dann für FHEM entschieden. (Im Nachhinein bereue ich die Entscheidung überhaupt nicht.)
Zugegeben, am Anfang habe ich viel gelesen, probiert und natürlich auch geflucht… irgendwann hat es dann KLICK gemacht. Wenn man das Grundsystem einmal verstanden hat und gewisse Kenntnisse im Programmieren mitbringt (ohne die geht es nur sehr schwer), dann ist der Rest gar nicht mehr so schwer.

FHEM läuft bei mir auf einem Raspberry Pi der 3. Generation. Dieser ist somit Dreh- und Angelpunkt für alles, was bei mir zu Hause so passiert. 

Angefangen hat alles mit der Heizungssteuerung. Hier habe ich mir die Homematic Heizkörperthermostate ausgesucht. 5 Stück im Bausatz und einen sogenannten CUL. Hatte bisher einen technischen Ausfall ansonsten laufen die einwandfrei. Dieser Ausfall wurde mir im Übrigen auf dem Smartphone mitgeteilt. Da wusste ich dann auch, das ich es richtig konfiguriert hatte… 😉
In manchen Räumen musste ich zusätzlich zu den Thermostaten auch noch externe Temperatursensoren anbringen, weil die am Heizkörper gemessene Temperatur nicht wirklich stimmte. Diese habe ich mir selbst gebastelt. Hierzu habe ich Wemos D1 mini mit DHT22 Sensoren ausgestattet. Die stecken unsichtbar im Raum untergebracht in einer mini Abzweigdose und funken per WLAN alle 5 Minuten Temperatur und Luftfeuchtigkeit an FHEM. Die Temperatur wird dann automatisch an den dazugehörigen Thermostat weitergegeben.

Damit die Heizungssteuerung auch stabil läuft, müssen natürlich alle Komponenten mitspielen. Wenn ein Sensor nicht regelmäßig seine Temperatur sendet, dann bekommt der Thermostat die falschen Infos und heizt permanent oder der Raum wird eiskalt. Das alles muss also überwacht werden. Als Beispiel: Wenn sich ein Sensor nach zwei Takten (also 10 Minuten) nicht bei FHEM gemeldet hat, dann wird über Telegram eine Nachricht auf mein Smartphone geschickt. Diese Nachricht enthält dann auch den Namen des Sensors. Meldet sich der Sensor dann doch wieder selbstständig, dann wird mir das auch mitgeteilt. Genau so auch bei den Thermostaten und allen anderen wichtigen Komponenten zu Hause.
Ein weiterer Punkt bei der Überwachung der Komponenten sind die Kapazitäten der Batterien. Thermostate und Taster laufen mit Batterien. Ich bekomme also auch eine Nachricht per Telegram, wenn irgendwo eine Batterie ausgewechselt werden muss.

Als nächstes habe ich mit der Beleuchtung angefangen. Zuerst der Schrank im Esszimmer via Relais direkt am Raspberry. Im nächsten Schritt dann zwei RGBW LED-Streifen in der Küche über der Arbeitsplatte und im Wohnzimmer hinter dem Fernseher. Angebunden sind diese an FHEM über RGBW-LED-Controler LD382. Jetzt konnte ich diese Dinge via Smartphone und FHEM steuern, aber es musste ja auch doch irgendwie eine manuelle Schaltmöglichkeit her. Der gute alte Schalter / Taster kommt auch bei Frau immer gut an. Auch hier habe ich wieder Homematic Komponenten verwendet. Einen 2-fach Taster in der Küche und einen 6-fach Taster an zentraler Stelle zwischen Ess- und Wohnzimmer jeweils im Bausatz waren hier die Wahl. Und hier spielt sich dann die Stärke von FHEM aus. Ich kann mit einem Homematic Gerät ein Relais am Raspberry steuern, einen LED-Streifen schalten oder einfach nur in FHEM programmierte Aktionen auslösen. Z.B. den ECO-Modus aktivieren, wenn der Letzte das Haus verlässt, im Bad die Heizung aufdrehen, wenn man in die Wanne will oder einfach nur die vordefinierten Farben der LED-Streifen durchschalten. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Da das hier für einen Beitrag zu lang wird, mache ich erstmal Schluss. Rest folgt…

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